Tàijí – Form

Unabhängig vom Stil sind die Tàijí-Formen nur ein Weg oder Werkzeug um sich nach den Tàijí-Prinzipien zu bewegen. Mit dem Erlernen der Form ist das Lernen des Tàijí aber noch nicht beendet, vielmehr beginnt es dann erst richtig. Die Bewegungen einer Form sind in einem überschaubaren Zeitraum zu erlernen – sie zu verfeinern ist jedoch ein lebenslanger Prozess, der gerade deshalb so viel Spaß macht, weil man nie fertig ist, weil man immer noch etwas verfeinern werden kann.

Dabei gibt es unterschiedliche Entwicklungsstufen. Anfangs brauchen die meisten Übenden große, lockernde Bewegungen um blockierte Gelenke zu öffnen und zur Gewohnheit gewordene unnötige Spannung in der Muskulatur zu reduzieren. Die Ausrichtung an der Senkrechten und die Aufmerksamkeit in den Füßen verbessern die Stabilität und helfen dabei jede Bewegung von der Basis (Füße, Fußgelenke, Knie und Hüften) her einzuleiten. Wenn z. B. Arme und Hände nach oben kommen, so geschieht das nicht, weil sie angehoben werden; vielmehr wird die Bewegung durch ein Loslassen/Sinken von der Basis her eingeleitet. Die Muskulatur im Rumpf löst sich und bewirkt ein Sinken der Schulterblätter, was die Arme nach oben bringt. So wird jede Bewegung der Hände ein Ergebnis der Veränderungen im Körper von der Basis her. So übt man nach den äußeren Bewegungen immer mehr an den inneren Vorgängen und übt damit wirklich Tàijí.

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"Den Vogel am Schwanz fassen" "Zurückrollen"
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"Drücken" "Stoßen"